Was ist Räuchern?

Räuchern ist ein Akt, mit glühenden Kohlen, ausgewählten Pflanzenmaterial und aufsteigenden Rauch, Pflanzenspirits wirken zu lassen. Räuchern ist eine Erfahrung. Räuchern erweitert das Bewusstsein. Räuchern kann Heilung bedeuten.

  Räuchern1 2  Weihrauch

Geräuchert wurde in allen Kulturen und das seit dem man das Feuer kennt. Im Räuchern steckt die Wurzel der heutigen Aromatherapie. Das Wort "Parfum" stammt vom Lateinischen "per fumum" ab, was soviel bedeutet wie "durch den Rauch".

Bestimmte Kräuter wie Wacholder, Salbei oder Thymian wurden früher wie heute zum Reinigen von Räumen, Häusern, Krankenzimmer usw. verwendet. Sie können Ihre Tarotkarten, Ihre Talismanne, Amulette, Mineralien, Schmuck und so weiter abräuchern und reinigen.

Wichtig ist, dass man nach einer Reinigungs- Räucherung, mit einer schützenden Räucherung,  wie z.B. Liebe, Harmonie oder was Ihnen als "Raumfüller" gefällt, wieder auflädt.

Jeden Sommer mache ich mich im Rahmen einer Kräuterwanderung auf den Weg um heimische Pflanzen zu suchen, die ich trockne und später verräuchere. Das kann z.B. Beifuß, Hollunderblüten, Veilchenblüten, Königskerze, Pfefferminze, Thymian, Lavendel, Dost, Quendel, Schafgarbe, Rosenblüten oder Kornblumen sein. Dieses Jahr fand ich besonders viel Wacholder in Kroatien!

Rose: Liebe, Selbstliebe, Selbstakzeptanz

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Kornblume: Drittes Auge öffnen, Bewusstseinserweiterung 

 Kornblumen

Aber auch Rinden, Knospen und Harze von heimischen Bäumen wie. z.B. Fichtenharz, unser "heimischer Weihrauch", oder Birkenrinde, aber auch Tannennadeln und Wurzeln, z.B. Angelikawurzeln oder Iriswurzel wird zum Räuchern verwendet.

  Räucher Workshop  

Wie man Räuchermischungen selber herstellen kann und welche Kräuter gut zusammenpassen Lernen Sie in den Workshops.

Reinigende Kräuter sind z.B.: Wacholder, Beifuß, Salbei, Fichtenharz, Fichtennadeln...

Räuchermischung schlaf

Das Fichtenharz muss zum Räuchern wirklich komplett trocken sein. Wenn Sie übers Jahr Fichtenharz beim Spazierengehn finden und mit nach Hause nehmen, können Sie es auf Zeitungspapier legen und in einem tockenen Raum lagern. Durch jeden Spaziergang kommen neue Harzklümpchen dazu. Den Grad der Trockenheit kann man durch Fühlen spüren. Wenn es noch weich wie Knete ist, wird es noch ein paar Monate dauern. Wenn man es aber schon brechen kann und es staubt, dann ist es richtig trocken und bereit für eine Räuchermischung.

Bei Weihauch sollte man wissen, dass es viele verschiedene Arten und Herkunftsländer gibt. Hier wird gerne mit chemischen Nachbau und minderwertiger Qualität gestreckt.

Boswelia sacra Baum Oman  

Bild oben: Weihrauchbaum aus dem Oman. Quelle: Wikipedia

Bei echtem Weihrauch handelt es sich um das getrocknete Harz des Weihrauchbaums - vorwiedend aus Boswelia carteri, Boswelia sacra, Boswelia papyrifera, Boswelia serrata und Boswelia frereana, welches durch anritzen der Rinde gewonnen wird. Die Harzqualität wird durch unterschiedliche Standorte und klimatische Gegebenheiten beeinflusst. Die Weihrauchbäume sind in ihrem Fortbestand stark bedroht. Hauptsächlich (82%) der Weihrauchproduktion kommt aus Somalia, der Rest aus Arabien, Eritrea, Äthiopien, Sudan und südliche Länder Afrikas.

Weihrauchmischung

Bild oben: Quelle: Wikipedia, Links: minderwertige, günstige Qualität durch frühe Ernte, Mitte: gestreckte Mischung mit durch minderwertigen, günstigen Weihrauch von Links, gemischt mit Anis und Styrax, typischer "Kirchenweihrauch", Rechts: späte Ernte, reiner Weihrauch, größere Klumpen, hohe Qualität.

Man sagt, dass Weihrauch und der aufsteigende Rauch des Weihrauch beide Gehirnhälften miteinander verbindet, das Bewusstsein erweitert und es leichter fällt in Trance zu fallen oder zu meditieren. In der klassischen europäischen Naturheilkunde verwendete man Weihrauch hauptsächlich für rheumatische Beschwerden. 

In der modernen Medizin werden Präparate mit standatisierten Wirkstoffgehalt von Weihrauch (Bosweliasäure) in der Therapie von chronisch entzündlichen Erkrankungen, wie z.B. Morbus Chron, Colitis ulcerosa und Polyarthritis untersucht. Im Ayurveda wird Weihrauch seit ca. 5000 Jahren bei Arthritis, Ischialgie, rheumatischen Erkrankungen und bei Gelenk- oder Muskelbeschwerden verwendet.